Pilates Geräte

Welche Pilates-Geräte gibt es & wie funktionieren diese?

Das ursprüngliche Pilates-Konzept wurde frei von Geräten entwickelt. Auch heute sind die meisten gezeigten Übungen ohne Zubehör umsetzbar. Bestenfalls verwendest du eine Pilates-Matte für einen rutschfesten Untergrund. Doch selbst der Erfinder, Joseph Hubertus Pilates, experimentierte an einem gewissen Punkt mit Maschinen. Aus diesen Versuchen entstanden fünf Pilates-Geräte und die Fitness-Industrie fügte später noch ein paar hinzu. Wir stellen dir diese der Reihe nach vor.

Pilates-Geräte für Zuhause & das Studio

Zu beachten ist hierbei, dass manche Pilates-Trainingsgeräte sehr groß und/oder kostenintensiv sind. Wenn du Zuhause üben möchtest, ist deren Anschaffung nicht immer notwendig bzw. sinnvoll. Zumal die meisten Online-Kurse ohne diese funktionieren.

Dennoch solltest du sie kennen, denn ab einem bestimmten Level des Fortschritts, möchtest du deine Workouts vielseitiger gestalten. Genau dabei helfen die Pilates-Geräte und sie bieten dir zugleich neue Herausforderungen. Nachfolgend stellen wir dir zunächst die fünf von Pilates entwickelten Maschinen vor. Danach gehen wir auf die modernen Ergänzungen ein, welche im Handel erhältlich sind.

Reformer

An diesem Pilates-Gerät lassen sich verschiedene Übungen durchführen. Diese werden durch die Unterstützung erleichtert, welche die Maschine bietet. Die Bewegungen gleiten auf Schienen dahin. Hinzu kommt ein Verbund aus Rollen, Seilen und Federn. Auf den Pilates-Reformer wirst du wahlweise sitzen, liegen, stehen oder knien. Deine Arme und Beine bewegen die Elemente. Damit trainierst du deine Muskulatur und arbeitest zugleich an deiner Beweglichkeit.

Die im Handel erhältlichen Reformer verfügen über individuelle Bauweisen. Ihr Einsatz daheim ist aufgrund der Größe und Kosten meistens nicht empfehlenswert. Zumal die Übungen unter professioneller Anleitung durchgeführt werden sollten.

Cadillac

Das Pilates-Gerätetraining kann ebenso an dem sogenannten „Cadillac“ stattfinden. Hierbei handelt es sich um eine Erweiterung vom Reformer. Über der Liegefläche ist ein zusätzliches Gestänge angebracht. An diesem hängen wiederum Stangen und Zugseile, um die Vielfalt der möglichen Übungen zu erhöhen. Das nachfolgende Video verschafft dir einen kleinen Überblick zum Cadillac:

Chair (Stuhl)

Er gleicht mehr einem Hocker als einem Stuhl. Der Pilates Chair erlaubt verschiedene Übungen im Sitzen. Dafür ist er mit Griffen und Federn ausgestattet. Wahlweise sitzt du auf oder vor ihm, um die Workouts auszuführen. Im Handel sind verschiedene Ausführungen erhältlich und auch die Preise variieren stark.

Barrel

Ein aus Holz gefertigtes Pilates-Trainingsgerät, welches auf den Boden gelegt wird. Mögliche Übungen zielen in erster Linie auf die Stärkung von Bauch und unterem Rücken ab. Die Pilates Barrel erhielt ihren Namen, weil sie an ein aufgeschnittenes Holzfass erinnert. Du nutzt praktisch die Rundung der einen Hälfte, die aufgrund ihrer Form sich selbst trägt.

Die Erweiterung davon nennt sich „Pilates Ladder Barrel“. In diesem Fall wurde das „halbe Fass“ in einen Hocker verwandelt. Mit diesem ist eine kleine Sprossenwand verbunden, was dir mehr Optionen verschafft.

Spine Corrector

Eine weitere Abwandlung der Pilates Barrel. Hierbei wurde die Sitzfläche um einen Anbau erweitert. Dieser dient hauptsächlich als Auflagefläche für deine Füße und das Gesäß. Beim Spine Corrector musst du für die Übungen nicht ganz so beweglich sein. Bedenke jedoch, dass er etwas mehr Platzbedarf einfordert.

Weitere Pilates-Geräte

Die bis hierhin vorgestellten Trainingsgeräte basieren auf dem traditionellen Ansatz. Zwar werden sie auch für Zuhause empfohlen, doch ihr sperriges Design und die hohen Preise sprechen dagegen. Sie sind eher etwas für Physiotherapeuten und Fitnessstudios. Für daheim kannst du auf moderne Geräte für Pilates zurückgreifen. Diese sind platzsparender und relativ günstig in der Anschaffung.

Der Pilates-Ring

Eine Kombination aus Kunststoff und Fiberglas ergibt einen sehr langlebigen Ring, welcher dennoch flexibel bleibt. Die Übungen zielen darauf ab, deine Arme und Beine zu stärken. Wobei der Pilates-Ring auch für die Brustmuskulatur Anwendung findet. Durch seine kompakten Maße und das geringe Gewicht, kannst du ihn überall mit hinnehmen.

Für Beginner empfehlen wir jedoch, erst einmal die Grundübungen zu erlernen. Durch den erhöhten Widerstand, eignet sich der Ring vorrangig für Fortgeschrittene.

Die Pilates-Stange

An dieser Pilates Stange sind zwei Gummibänder mit Schlaufen befestigt. Zumeist werden diese mit den Füßen fixiert und die Stange mit den Händen gehalten. Dadurch kannst du Kniebeugen, Bizeps-Curls und einige andere Übungen durchführen. Je länger die Bänder gezogen werden, desto größer der Widerstand beim Halten. Die aufzuwendende Kraft lässt sich mit den austauschbaren Bändern variieren.

Kleiner Pilates-Ball

Der meist zwischen 20 und 25 cm große Ball dient als Unterstützung bei verschiedenen Übungen. Seine griffige Oberfläche verhindert ein Wegrutschen. Die Luft gelangt über ein Röhrchen in den kleinen Pilates-Ball. Damit kannst du seinen Härtegrad individuell justieren. Was sich damit alles machen lässt, kannst du in diesem Video von Gabi Fastner sehen:

Großer Pilates-Ball

Das Pilates-Training mit Geräten zielt nicht immer nur auf die Stärkung deiner Muskeln ab. Ebenso geht es um die Stabilisierung sowie Beweglichkeit des Körpers. Mit einem großen Pilates-Ball erreichst du genau das. Die Übungen werden sitzend oder mit den Füßen auf ihm liegend ausgeführt. Wunder dich nicht, dass hier meistens von einem Gymnastikball gesprochen wird. Denn genau das ist er auch, sodass im Handel verschiedene Begriffe dafür verwendet werden. Empfehlenswert ist, dass dem großen Ball eine passende Fußpumpe beiliegt.

Gewichtsmanschetten

Je länger du trainierst, desto leichter fallen dir die Workouts. Wenn du gar keine Herausforderung mehr wahrnimmst, verhelfen dir Pilates-Geräte zu mehr Intensität. Sogenannte Gewichtsmanschetten sind mit Eisensand gefüllt und werden mittels Klettverschlüssen an deinen Gliedmaßen befestigt. So müssen die Muskeln in Armen sowie Beinen mehr heben und erfahren dadurch einen erhöhten Widerstand. Was mehr Kalorien verbrennt und zugleich das Muskelwachstum leicht anregt.

Fazit: Pilates-Geräte sind eine sinnvolle Ergänzung

Fazit
Bildquelle: friends_stock / elements.envato.com

Joseph Hubertus Pilates hat mit seinem Konzept ein wirklich umfassendes Programm geschaffen. Es bietet viele Vorteile und kann grundsätzlich frei von Geräten ausgeführt werden. Für Therapeuten in ihren Praxen sowie Trainern im Fitnessstudio, gibt es eine Handvoll großer Maschinen (Reformer, Cadillac etc.). Sie unterstützen bei den Übungen und gewähren eine gewisse Sicherheit.

Pilates-Geräte für Zuhause sind kompakter und günstiger im Preis. Sobald du ein gewisses Niveau erreicht hast, stellen sie eine sinnvolle Ergänzung für das Training in den eigenen vier Wänden dar. Bis dahin solltest du an den Grundübungen arbeiten und diese perfektionieren.

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